Rettet die holländische Segelflotte

Eine lange generationenübergreifende Tradition in unserer Kirchengemeinde haben die legendären Segelfreizeiten an die holländische Küste und auf dem nahen Ijsselmeer. Viele schöne Momente erinnern uns daran.
Leider haben die Corona-Maßnahmen den Traditionsseglern schwer zugesetzt. Wir erhielten vor kurzem Post von "unserem" Skipper Herman van Linschoten mit einem wichtigen Anliegen.

 

Liebe Gäste und Segelfreunde,

Aufgrund der Corona-Krise mussten wir leider schon viele Reisen dieses Jahr verschieben bzw. ausfallen lassen. Mittlerweile ist schon fast die Hälfte unserer Saison abgelaufen und noch immer haben wir keine Gewissheit darüber, ab wann wir wieder fahren können. Auch wenn die Entwicklungen in Deutschland zurzeit nicht schlecht aussehen und wir noch Hoffnung haben ab Juli wieder mit Gruppen segeln zu dürfen, ist das Fortbestehen vieler Traditionssegler nun durch die hohen Umsatzausfälle in Gefahr.

Die Flotte hat sich darum Zusammengetan und unter anderem eine Petition erstellt, um den Untergang der holländischen Traditionssegler zu verhindern.

Wir würden uns sehr freuen, wenn auch ihr eure Unterschrift unter unsere Petition setzt. So könnt auch ihr dazu beitragen, dass wir in Zukunft weiter so einzigartige Segelreisen auf Nord-und Ostsee ermöglichen können und große Segelevents, wie der Hamburger Hafengeburtstag, die Kieler Woche und die Hanse Sail Rostock weiterhin stattfinden können.

Die Petition, findet ihr unter folgendem Link: http://reddezeilvloot.petities.nl/

Im folgenden könnt ihr auch unseren deutschen Pressebericht lesen, in dem noch einmal genau beschrieben ist, worum es geht.
Die Petition selbst ist nur auf holländisch verfügbar, allerdings kann man oben rechts mit einem Klick auf die Flagge, die Sprache der auszufüllenden Felder auf Englisch ändern.

Jede Stimme zählt und es kostet euch nur ein paar Minuten Zeit!

Viele Grüße von der Jan Huygen und Elegant,

Herman van Linschoten & Julia Schlösser

 

Die holländischen Traditionssegler rufen die Öffentlichkeit mit einer Online-Petition zur Unterstützung auf.

“Verhindere den Untergang der holländischen Traditionssegler”

Die Niederlande hat die größte, noch fahrende, historische Flotte der Welt! Die Flotte besteht aus ca. 400 originalen Segelschiffen und wird im In- und Ausland aufgrund ihres kulturhistorischen Wertes hoch angesehen. Die Skipper der Flotte haben eine Online-Petition gestartet, um damit die holländischen Traditionssegler zu retten.

Durch die Corona-Maßnahmen wird der Sektor im Moment vom Aussterben bedroht. Die Unternehmer steuern in diesem Jahr auf einen Umsatzverlust von 90 - 100% zu. Und auch für 2021 sieht es nicht viel besser aus. Sollten seitens der Regierung keine weiteren Maßnahmen erlassen werden, werden viele Eigner pleitegehen und damit verschwinden ihre historischen Schiffe für immer aus dem Bild der Niederlande und von den Weltmeeren.

Die Petition ist zu finden unter: https://reddezeilvloot.petities.nl

 

Petition: „Verhindere den Untergang der holländischen Traditionssegler”

Im Gegensatz zu den historischen Schiffen der Nachbarländer, bekommen die niederländischen Schiffe keine staatlichen Subventionen, sondern werden von den Unternehmern der Charterfahrt kommerziell betrieben. Die Skipper/Eigner der holländischen Charterfahrt investieren Blut, Schweiß, Tränen und Geld in ihre Schiffe, um ihren Gästen, einzigartige Ausflüge über das Watt, IJsselmeer und selbst die Weltmeere zu ermöglichen. Solang sie besteht, hält sich die holländische Traditionsseglerflotte auf diese Weise selbst über Wasser.

Das zweite Paket an Unterstützungsmaßnahmen der Regierung ist nicht ausreichend, um zu verhindern, dass unsere ganze Traditionsseglerflotte verschwindet. Mit dem Unterzeichnen der Petition hoffen die 400 historischen Schiffe genügend Unterstützung zu bekommen, um ein Notsignal an den Minister abzugeben.

Dieses fahrende Erbgut darf nicht untergehen! Die Petition wird unterstützt durch die BBZ, Berufsverband der niederländischen Charterfahrt, wozu die segelnde Charterflotte und die Motorpassagierfahrt zählt.

 

Ohne Zertifizierung verschwinden viele historische Schiffe für immer von der Bildfläche

Wenn Eigner und Reedereien bankrottgehen, verschwindet ein Großteil unserer einzigartigen historischen Flotte für immer von der Bildfläche. Schiffe und Eigner sind an strenge Auflagen gebunden, um die nötigen Zertifikate zu erhalten. Wenn diese für das Schiff aufgrund einer Insolvenz verlaufen, müssen danach die Anforderungen für ein Neubauschiff eingehalten werden. Für unsere Schiffe ist das unmöglich. Nicht nur finanziell, auch praktisch ist es nicht umsetzbar.

Einige wenige Schiffe könnten als Wohnschiff verkauft werden, der Rest der Flotte würde aber letztendlich verschrottet werden. Daneben wird auch das Fortbestehen vieler spezialisierter Zulieferbetriebe der Branche, unter anderem Segelmacher, Schiffsausrüster, die Enkhuizer Seefahrtschule, Buchungsbüros und Wassersportläden, gefährdet.

 

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