Andacht

Martin Gres auf der Treppe zur KircheLiebe Gemeinde!

Im Augenblick schwer vorstellbar, aber wenn Sie den neuen Gemeindebrief in der Hand halten, ist schon fast Frühling. Wir spüren die ersten warmen Tage, wir hören die Amseln wieder singen, wir riechen den Duft von Flieder. Wir sehnen uns danach und genießen es, wenn es so weit ist.

Wir dürfen darin durchaus die Hand Gottes ahnen, der uns das Geschenk des Frühjahrs macht. Romantisch? Ja, warum nicht?

Es ist diese Zeit im Jahr – und auch im Kirchenjahr – die uns etwas erzählt von Aufbruch, von Neubeginn und Überwindung des Totgedachten. Insofern passt auch der Osterglaube in diese Zeit: die Symbolik des Neubeginns und der Fruchtbarkeit nach den Monaten des scheinbar Abgestorbenen. Neues Leben aus totem Holz. Die Hoffnungszeichen sind schon in der hebräischen Bibel deutlich: Gott schafft aus dürrem Holz Lebendiges. Gott schafft Neues, verändertes Leben aus dem Toten. Jesus ist auferstanden, rufen uns seine Freundinnen und Freunde aus den Evangelien zu. Eine Welle der Begeisterung zog sich damals durch seine Anhängerschaft. Sie waren überzeugt, dass Jesus lebt.

Auch wenn wir Fragen haben zu dieser Auferstehungsbotschaft und sie mit unserem Denken nicht ohne weiteres vereinbaren können, ihre Wirkung ist offensichtlich. Menschen vieler Völker und unterschiedlicher Gruppen werden angesteckt von dem Jubel der Menschen, die sich jetzt Christen nennen.

Wir müssen ja nicht in permanenten Jubel ausbrechen angesichts der Todesnachrichten und Fragwürdigkeiten in unserer Welt, aber vielleicht doch etwas deutlicher sagen: Jesus ist auferstanden. Gott überwindet die Grenze zum Tod.

Ich wünsche Ihnen und Euch eine fröhliche Osterzeit!

Ihr/Euer
Martin Gres, Pfarrer