Unsere Kirchenfenster

Gedanken zu den Kirchenfenstern in der Christuskirche Moers-Scherpenberg

Entwurf: Wilhelm Wittich
Thema: Hebräer 13,8: „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit“

 

1. Kirchenfenster

1. Fenster: „Jesus Christus gestern…“

Im Mittelpunkt steht das Kreuz als Symbol für Jesus, den Gekreuzigten, den Christus. Das Kreuz steht fest, die rechteckigen Formen vermitteln einen stabilen Eindruck. Formen und Farben zeugen von Ruhe. Die vorherrschende Farbe ist rot, Farbe des Geistes Gottes, der sichtbar wird. Farbe auch der Kirche, die letztlich am Kreuz ihren Anfang nimmt.
Die beiden Halbkreise, als wenn Jesus sich nach rechts und links umsieht. Für alles, was war und jetzt ist, hat er sie Schuld auf sich genommen. Der erneuerte Bund Gottes mit uns steht fest. Für alle Zeit.
Christus ist auch noch frei für alles, was noch kommt.

 

2. Kirchenfenster

2. „…und heute…“

Das zweite Bild macht einen lebendigeren, aber auch verwirrenden Eindruck. Die Jetzt – Zeit, heute. Wir leben in einer zerrissenen und widersprüchlichen Zeit. Linien, die sich begegnen, die von der Kreuzform ablenken. Die stärker gewordene Diagonale.
Das Kreuz ist nicht mehr so stabil. Aber es ist da, ein schmaler violetter Streifen. Deutlich sichtbar.
Der Halbkreis in der Mitte – vielleicht ein Bild für Jesus Christus, der uns vom Kreuz anguckt, der ein Auge auf uns hat. Sein Kreuz ist ein Zeichen der Liebe Gottes, sichtbar durch ein Herz, das sich um die beiden Kreise rechts andeutet. Gott ist Liebe und die zeigt er uns in Jesus Christus. Was wir auf dem Herzen haben, dürfen wir zu ihm bringen. 
Die beiden Halbkreise im oberen teil sind vielleicht Andeutungen des Geistes Gottes, der über uns ist, der zu uns kommt und dann erst zu einem Kreis wird, wenn wir dabei sind.

 

3. Kirchenfenster

3. „und derselbe auch in Ewigkeit.“

Das leicht Chaotische des zweiten Fensters ist weg. Das dritte Bild macht  auf mich einen ausgeglichenen, ausgewogenen Eindruck. Das zentrale Kreuz ist sichtbar, klar und deutlich, eine bestimmende Größe, auch durch die violette Farbe.
Christus ist in der Welt, für uns da, um uns zu tragen, um uns Halt zu geben. Wer ihm vertraut, lebt im Gleichgewicht.
Der Kreis jetzt fast ganz zu sehen, am oberen Rand.
Die eben noch massive Diagonale ist noch da, aber nicht mehr so massiv. Die Linien zeigen nach oben. Zu Gott? Oder doch eher an Gott vorbei? Es ist so vieles, was uns ablenkt. Es gibt so viele Linien im Leben.
Das Kreuz in der Mitte und die beiden gelben Dreiecke formen einen Anker: mit Christus in der Mitte unseres Lebens sind wir fest verankert.

Moers-Scherpenberg, Pfarrer Martin Gres

 

Ausführung: Lucia Jacobs, Kevelaer