Tag 13/ 16.08.

Tagesbericht

Guten Abend liebe Daheimgebliebene aus Scherpenberg!
Was für ein Tag! Manche von uns mussten 7 mal Segeln fahren um zu erleben, was wir heute an einem Tag erlebt haben. Aber wieder von vorne:
Heute Morgen segelten wir gemütlich von Den Oever aus los, naja wollten wir, aber dann direkt wieder anlegen, schnell die Fender raus, kein Problem mit dem super Fenderteam. Aber diesmal war keine Brücke kaputt, sondern nur noch auf Rot, also kurz warten und merkwürdige Bilderrahmen, die Mitten in der Landschaft stehen bestaunen. Dann gings weiter, schick und schön mit Segel rauf, Wenden, heute auch mal Halsen, da hatte auch das Großsegelteam mal mehr zu tun beim Manöver. Zwischendurch dann mal Regengüsse, die den Großteil des Teams unter Deck zwangen. Ein paar wenige wetterfeste harrten aus und segelten, was die Taue hergaben zu fünft das ganze Schiff. Auch mal ein Erlebnis. Mittendrin war sogar noch Zeit, das Wetter durch hinausgeschmetterte Lieder dazu zu bringen, sich zu beruhigen. Das nächste Warten vor der Schleuse, diesmal in Stavoren, ließ nicht lange auf sich warten. Hier ereignete sich schon das erste Drama des Tages. Neben uns in der „Warteschlange“ stolperte beim Anlegen des Motorbootes eine Frau über die Taue und fiel kopfüber zwischen Schiff und Anlegesteg. Ein kurzer Schreck, doch dann kletterte sie wieder auf den Steg und schien unverletzt. Wir ließen uns also runterschleusen und segelten weiter. Dann plötzlich, das Kluiverteam packte hochprofessionell die Segel zusammen, lautes Kommando, Segel runter! Alle! Schnell!! Also Fok und Großsegelrunter schmeißen, einpacken, egal wie. Schon sahen wir den Grund des hektischen Manövers. Ein kleines Segelschiff war gekentert und trieb im Meer herum. Die Besatzung war schon gerettet und sah zu, wie ihre Habseligkeiten wegschwammen. Also alle Teilis in die Mitte des Schiffes, blos nicht im Weg stehen. Skipper und Maat versuchten durch das Werfen von Tauen und wilde Manöver, das Schiff zu retten. Ein Mann wurde dann vom heranfahrenden Gummiboot ins Wassergelassen und versuchte das Schiff durch Kippbewegung wieder aufzurichten. Nachdem dann auch das Rettungsteam vor Ort war und das Schiff über unseren Schlauch leer gepumpt war, beruhigten wir und unsere Crew sich wieder und vermutlich auch der Besitzer des Segelbootes, den wir daraufhin, in seinem Boot sitzend, hinter uns herzogen. Nach so viel Action brauchten wir…klar, noch mehr davon! Also Grill raus, in die Outfits geschmissen und ran an die Party! Ganz zum Ende des Tages verließen wir dann noch die Gaia, um ein kleines Lagerfeuer zu entfachen und dort unsere Gedanken und Wünsche in den Himmel zu schicken. Nach einer sehr ruhigen und auch etwas traurigen, weil letzten, Abschlussrunde verstummen jetzt die letzten Gespräche in den Kojen. Gute Nacht Scherpenberg und bis Morgen liebe Eltern!

Kommentare

..ich heule jetzt schon mit euch.....bis heute abend...